Wie kann man seinen Hund vor Zecken schützen?

Mit der chemischen Keule?
Sicher, Du kannst beim Tierarzt verschiedene chemische Zeckenschutzpräparate bekommen.
Es gibt so genannte Spot-ons, welche man dem Hund auf die Haut träufelt um Zecken entweder abzuschrecken oder gar abzutöten, wenn sie zugebissen haben.
Auch Halsbänder mit der gleichen Funktion oder seit Neuestem ein Zeckenschutzmittel in Tablettenform, die über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen dafür sorgen sollen, dass jede Zecke die sich festgesaugt hat, sofort tot abfällt, sind im Handel erhältlich.
Es ist natürlich relativ einfach und bequem zu diesen Mitteln zu greifen, aber ich möchte Euch
nur eine Frage stellen:
Würdest Ihr selbst gerne eine Tablette nehmen, von der Euer Blut so giftig wird, dass eine Zecke sofort tot abfällt, wenn sie davon trinkt? Also ich nicht!
Wir wissen noch zu wenig darüber ob und welche Nebenwirkung damit auftreten können.
Dazu kommt, dass diese Art von Tabletten sehr neu auf dem Markt sind und es noch keine Langzeitstudien zu den Gefahren für die Hunde gibt!
Gibt es denn eine wirksame und ungiftige Alternative? Ja!
Beim bayerischen Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in 2014 trat der 18-jährige Schüler Alexander Betz mit einem Experiment mit Schwarzkümmelöl an.
Er hatte nämlich beobachtet, dass die Zecken plötzlich keine Interesse mehr an seinem Hund hatten. Das konnte er sich zunächst nicht erklären.
Aber dann erinnerte er sich, dass sein Hund seit einiger Zeit Schwarzkümmelöl gegen seine Allergie in sein Futter bekam.
Daraufhin fing er ca. 30 Zecken ein und testete mit Hilfe von Präparaten aus Schweineblut und Schweiß und Präparate die er mit Schwarzkümmelöl anreicherte, um zu sehen was die Zecken bevorzugten.
Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass die mit Schwarzkümmelöl behandelten Präparate von den Zecken gemieden wurden. Der Junge erreichte mit seinem Experiment den 3. Platz im Wettbewerb.
Es genügt also offensichtlich schon, wenn man seinem Hund etwas Schwarzkümmelöl ins Futter mischt.
Noch besserwirkt es aber, wenn man das Schwarzkümmelöl mit Wasser und einem ungiftigen Emulgator vermischt und so direkt auf das Fell sprüht. Hier das Rezept:
Schwarzkümmelölspray
Zutaten:
Schwarzkümmelöl*
Rimulgan*
Wasser
Messbecher 500 ml*
kleinen Messbecher mit einer Scala für 5 ml*
leere Sprühflasche 500 ml*
Anmerkung:
Die angegebenen Links führen zu den entsprechenden Produkten bei Amazon.
Wenn Du über einen Link etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision.
Für Dich ändert sich dadurch natürlich nichts am Preis.
Rimulgan ist ein Emulgator, welcher die Eigenschaft hat, Fett und Wasser miteinander zu verbinden.
Rimulgan wird auch in der Kosmetik für Menschen verwendet und ist daher völlig ungiftig und unbedenklich!
Und jetzt zur Zubereitung:
Zuerst 10 ml Schwarzkümmelöl in dem kleinen Messbecher abmessen.
Danach gibst Du 5 ml Rimulgan dazu und verrührst das Ganze.
Nun fülle 500 ml lauwarmes Wasser in einen großen Messbecher.
Gieße dann langsam etwas Wasser unter ständigem Rühren zu dem Gemisch aus Öl und Rimulgan, bis du eine milchige Flüssigkeit erhälst.
Dieses milchige Gemisch aus Öl, Wasser und Rimulgan jetzt wieder unter Rühren zurück in das restliche lauwarme Wasser im großen Messbecher geben.
Fertig ! Jetzt fülle das Zeckenspray in die saubere Sprühflasche (nicht vergessen - vor jedem Gebrauch gut durchschütteln!).
Sprühe deinen Hunde während der Zeckensaison jeden Tag ein bisschen damit ein und er hat so gut wie nie Zecken.
Schwarzkümmelöl pflegt im Übrigen auch die Haut und das Fell und fettet in keiner Weise, sodass Du damit ruhig etwas großzügig sein kannst.
Wie alle Naturprodukte kann auch dieses allergische Reaktionen hervorrufen. deshalb teste erst mal eine kleine Stelle.
Natürliche Produkte und der heißumkämpfte Markt
Jetzt fragst Du Dich sicherlich, warum noch niemand auf die Idee gekommen ist, dieses Spray zu verkaufen? Nun, diese Frage kann ich dir beantworten:
Wenn man nämlich in Europa ein Produkt verkaufen möchte, das zur Bekämpfung von Zecken oder anderen Insekten verwendet wird, dann fällt dieses Produkt unter die europäische Biozidverordnung.
Um die Zulassung als Biozid zu erhalten, muss also der Hersteller einen komplizierten und langwierigen Zulassungsprozess durchlaufen. Dabei muss er zunächst eine Anfrage beim zuständigen Amt stellen. Diese Anfrage allein kostet eine Gebühr von – und jetzt halt Dich fest – sage und schreibe 50.000 €.
Warum das so ist? Klar, damit kleine Unternehmer von vornherein abgeschreckt werden!
Um also diesen langwierigen und kostspieligen Prozess zu umgehen, denke ich , ist es einfacher diese Methode an die Hundebesitzer weiterzugeben, damit diese es selbst herstellen und ausprobieren können.
Selbst wenn es vielleicht nicht die gleiche Wirkung aufweist wie die erwähnte Tablette, so ist es doch zumindest eines: unschädlich.
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